In den Flair Hotels arbeiten Gastgeber aus Leidenschaft

Gastgeber aus Leidenschaft

Unsere Flair Hoteliers lieben, was sie tun. Aber wie kamen sie eigentlich zu dem Job, den sie jeden Tag so leidenschaftlich ausüben? Ein paar haben es uns verraten.

ANNETTE HEIDE
Flair Hotel Sonnenhof in Baiersbronn-Schönmünzach – Schwarzwald

Ich habe als Mädchen gerne Tische gedeckt“, erinnert sich Annette Heide. Wenn es eine Familienfeier gab, war sie diejenige, die für eine schöne Festtafel sorgte und Kuchen buk. „Das hat mir so gut gefallen, da habe ich eine kindliche Neigung zu meinem Beruf gemacht.“ So begann sie 1987 eine Lehre zur Hotelfachfrau und schätzt bis heute die Flexibilität und Abwechslung ihres Berufes. Nach langjährigen Angestelltenverhältnissen kauften Annette Heide und ihr Mann 2005 das Flair Hotel Sonnenhof, um sich selbstständig zu machen. Seit dem Tod ihres Mannes vor zehn Jahren lenkt Annette Heide die Geschicke im Haus mit ihrem Team. „Am schönsten ist es natürlich immer, wenn man seine Gäste zufrieden stellen kann“, sagt sie. „Wenn einem das gelingt, freut man sich und wenn die das dann auch noch kommunizieren – zum Beispiel im Internet – freut man sich natürlich doppelt.“ Oft seien es schon kleine Dinge, mit denen man Gästen eine Freude machen kann. „Die versuchen wir immer zu erkennen und nach Möglichkeit umzusetzen.“

Kindliche Neigung zum Beruf gemacht

Annette Heide

SVEN PRÖSCHOLD
Flair Waldhotel & Restaurant Mellestollen in Saalfeld – Thüringen

Eigentlich war Koch erstmal gar nicht mein Traumberuf“, gesteht Sven Pröschold. Ihm schwebte zunächst eine Lehre als Karosseriebauer vor. Doch dadurch, dass er immer im elterlichen Betrieb mithalf, entdeckte er irgendwann die Freude am Kochen. „Und das hat mir dann immer mehr Spaß gemacht“, erzählt er. Also begann er 1995 eine Kochlehre und kehrte 2002 nach einigen beruflichen Stationen in den Familienbetrieb zurück. Heute kann er sich gar keinen anderen Beruf mehr vorstellen. „Dass man als Koch so kreativ sein und sich ausprobieren kann, finde ich klasse“, sagt er. Dabei hat er immer seine Gäste vor Augen. „Es macht mir wahnsinnig Spaß, für unsere Gäste zu kochen.“ Gerne verwöhnt er sie mit alten Klassikern oder seinen eigenen Kreationen. Sie sollen sich wohl fühlen bei ihm und seiner Familie. „Und dazu gehört auch ein gutes Essen.“ Außerdem ist Sven Pröschold als Mitbetreiber des Hotels auch außerhalb von Restaurant und Küche mit Leibe und Seele für seine Gäste da. „Eine tolle Stimmung und freundliche Atmosphäre im ganzen Haus zaubern, das liegt mir am Herzen“, sagt er. „Da fühlen doch auch wir uns am wohlsten und das überträgt sich auf unsere Gäste.“

Beim Helfen Freude am Kochen entdeckt

Sven Pröschold

JENS HÄFNER
Häfner´s Flair Hotel Adlerbad in Bad Peterstal-Griesbach – Schwarzwald

Schon von klein auf war Jens Häfner im elterlichen und großelterlichen Betrieb eingebunden. Mittlerweile ist er in der dritten Generation in der Leitung des Hotels tätig. Nicht nur die Tradition ist es, die den gelernten Hotelkaufmann und Koch in die Fußstapfen seiner Eltern und Großeltern treten ließ. „Ich finde es eine tolle Herausforderung, dass jeder Tag anders ist als der Tag zuvor“, sagt der begeisterte Gastgeber. „Und dass ich jeden Tag dafür sorgen muss, dass das Rad sich weiterdreht.“ Vor allem aber begeistern ihn die Menschen, denen er jeden Tag begegnet. „Wenn meine Gäste zufrieden sind und bei der Abreise sagen, dass sie einen tollen Urlaub hatten, ist das für mich das Schönste.“ Der Hotelier meint damit nicht nur ein schönes Zimmer oder ein gutes Essen, das sei ohnehin selbstverständlich. „Mein Ziel ist es, dass unsere Gäste mit unserer Beratung zufrieden sind und sich im persönlichen Gespräch mit uns wohl und geborgen fühlen.“

Toll, dass jeder Tag anders ist

Jens Häfner

TANJA & THOMAS FRANK
Flair Hotel Vier Jahreszeiten in Bad Urach – Schwäbische Alb

Thomas und Tanja Frank führen ihr Hotel im 18. Jahr in der 4. Generation. Schon früh kam Koch und Hotelbetriebswirt Thomas Frank mit seinem späteren Traumberuf in Berührung. „Nach der Schule war ich als kleiner Junge immer bei meiner Oma und habe zusammen mit ihr gekocht“, erzählt er. „Ich habe Gemüse geschnitten, Teig geknetet, ihr einfach bei allem geholfen und meine Oma hat mir alles gezeigt, alte Familienrezepte mit mir zubereitet und mir die schwäbische Küche beigebracht.“ Kein Wunder, dass ihm schon in seiner Kindheit klar war, dass er später Koch lernen und die Küche im Familienbetrieb leiten will. „Das war für mich eine sehr schöne Zeit und noch heute liebe ich meinen Beruf – es ist einfach toll, diese lange Familientradition weiter zu führen und unseren Gästen unsere Familienrezepte zuzubereiten.“ Auch Tanja Frank kam, wie ihr Mann, durch die Oma zu ihrem späteren Berufswunsch. „Meine Oma war Bedienung in Bad Urach. Als Kind war ich nach der Schule oft bei ihr zuhause und dann hat sie mir eine Schürze umgebunden und ich habe ein Täschchen bekommen und durfte dann meinen Opa bedienen – der hat immer Schnaps bestellt“, erinnert sich die gelernte Hotelfachfrau und Wirtschaftskorrespondentin gerne zurück. Dass sie diesen Beruf einmal ergreifen würde, wusste sie daher schon mit neun Jahren. Und noch heute ist sie glücklich mit ihrem Beruf. „Ich liebe es einfach, jeden Tag Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen zu haben und unseren Gästen ihren Aufenthalt bei uns zu einem besonderen Erlebnis zu machen.“ Gastgeben sei genau ihr Ding. „Das war schon immer so, liegt wohl in der Familie“, sagt sie augenzwinkernd.

Die Oma hat mir´s beigebracht

Thomas Frank

JAN PHILIP STÖVER & CHRISTINE BUCHHOLZ
Flair Hotel Zur Eiche & Restaurant Henry´s in Buchholz – Lüneburger Heide

Als Kind wollte ich mit der Gastronomie nichts am Hut haben, da meine Eltern sehr viel arbeiteten und es am Tisch nur ein Thema gab, nämlich ´unsere Eiche´“, gesteht Jan Philip Stöver. Also hat er Praktika in völlig verschiedenen Richtungen gemacht, etwa beim Rechtsanwalt und Steuerberater. Aber es war dann doch ein Praktikum im Service seines späteren Lehrbetriebs, das ihm am besten gefiel. „Da habe ich Blut geleckt“, sagt Jan Philip Stöver. „Es hat mir großen Spaß gemacht, mich um die Gäste zu kümmern und den direkten Kontakt zum Gast zu haben.“ Als die Lehrzeit zum Restaurantfachmann ungefähr zur Hälfte um war, merkte er jedoch, dass es das noch nicht gewesen sein kann und entschied sich, noch eine Ausbildung zum Koch zu machen. „Es war für mich wesentlich spannender zu sehen, was die Köche machen und kreieren, als es ´nur´ zu servieren.“ Auch heute noch ist Jan Philip Stöver begeisterter Koch. „Die Welt der Küche ist unglaublich facettenreich und man lernt extrem viel über Lebensmittel und vor allem das Zusammenarbeiten mit komplett verschiedenen Menschen“, sagt er. Jan Philip Stöver geht gern zur Arbeit. „Mich treibt die Anerkennung von Familie, Freunden und Gästen an“, sagt er. Die tägliche Arbeit so gut wie möglich zu machen sei die Triebfeder, die man braucht. „Dazu kommt, dass ich als 5. Generation die sein möchte, die alles besser macht und optimiert und nicht die, die es gegen die Wand fährt.“ Ähnlich geht es seiner Schwester Christine Buchholz, mit der er Restaurant und Hotel gemeinsam führt. „Es ist mein Anliegen und eine Herzenssache, das Erbe unserer Urgroßeltern als 5. Generation mit meinem Bruder weiter zu führen“, sagt sie. Auch für sie war es Liebe auf den zweiten Blick. „Ich wollte nie jeden Tag rund um die Uhr zur Stelle stehen wie meine Eltern und wollte unbedingt einen anderen Job lernen“, erzählt Christine Buchholz. Nach einer Ausbildung zur Werbekauffrau in einer Werbeagentur ging es für sie dann aber doch in die Hotellerie – in die Marketingabteilung eines Hamburger Hotels wo sie bis zur Leiterin aufstieg. „Ich liebe die Hotelwelt – das wollte ich am Ende also doch“, sagt sie. Nach der Elternzeit ihres ersten Kindes fing sie 2008 im Hotel ihrer Eltern an. „Hier habe ich mir nach und nach meine eigene Marketingabteilung aufgebaut“, sagt sie. Die Gastgeberin kann sich keine andere Branche mehr vorstellen. „Ich möchte jeden Tag neue Leute treffen und etwas Neues erleben.“ Das könne man nur in der Gastronomie. „Es ist als Gastgeber ein schönes Gefühl, wenn die Gäste nach dem Aufenthalt oder Abend berichten, dass sie sich wie zu Hause gefühlt haben, dann haben wir alles richtig gemacht.“

Liebe auf den zweiten Blick

Jan Philip Stöver und Christine Buchholz

ALEXANDER ERCK
Flair Hotel & Restaurant Erck in Bad Schönborn – Kraichgau

Schon als Sechsjähriger lief Alexander Erck mit Kochgarnitur durch den Betrieb der Eltern und spielte Koch. „Das Outfit hat mir damals meine Oma von der Messe mitgebracht“, erinnert er sich. So wie die ersten Schritte rund ums Kochen lernte er schon von klein auf alle Seiten eines gastronomischen Betriebs kennen – die positiven wie die negativen. „Die positiven Seiten haben aber klar überwogen und es gibt für mich nichts Schöneres als die Hotellerie und Gastronomie“, stellt Alexander Erck klar. Kein Wunder, dass er sich dann voll und ganz der Gastronomie verschrieb. So schloss er nach der Schule zunächst eine Lehre als Hotelfachmann ab, dann eine Lehre als Koch und zu guter Letzt studierte er noch Hotelbetriebswirtschaft. Lehr- und Berufszeit führten ihn in verschiedenste Häuser im In- und Ausland, mit verschiedensten Tätigkeitsbereichen. Mal kochte er in Sternerestaurants, mal war er im Controlling für den betriebswirtschaftlichen Erfolg mit verantwortlich. Seit etwa zwei Jahren ist Alexander Erck wieder im Betrieb der Eltern, den er in naher Zukunft übernehmen will. „Mir ist sehr wichtig, dass wir das Kochhandwerk ganz traditionell handhaben und trotzdem moderne Akzente setzen können“, sagt er. In der Küche wird alles selbst gemacht, Fertigprodukte gibt es nicht. „Ich will unseren Gästen richtiges, qualitativ gutes Essen nahebringen und unsere Heimat schmeckbar machen“, erklärt er seine Mission. Die Zutaten beschafft sich Alexander Erck teilweise sogar selbst. „Ich bin selbst Jäger und habe einige Bienenvölker, der nachhaltige Ursprung unserer Zutaten ist mir sehr wichtig“, berichtet er. Alles andere wird möglichst nachhaltig aus der Region besorgt. Rindfleisch und Gemüse von Bauern aus dem Ort zum Beispiel.

Will unsere Heimat schmeckbar machen

Alexander Erck

CHRISTIAN GERLACH
Flair Hotel Werbetal in Waldeck/Nieder-Werbe – Hessisches Bergland

Irgendwie war das Vererbung“, denkt Christian Gerlach an seine Berufswahl zurück. Mit Gastwirtschaft und Landwirtschaft im elterlichen Betrieb groß geworden, entschied er sich als junger Mann nach dem Abitur dem Vater zuliebe gegen ein BWL-Studium und für eine Ausbildung zum Kellner. Nach der Hotelfachschule hätte Christian Gerlach auch gern im Ausland gearbeitet. Doch die Hüft-Beschwerden des Vaters riefen ihn zurück in den elterlichen Betrieb. So beschränkte er sich auf einen Fernkurs zum Restaurant-Fachmeister. Und immer wieder Wochen-Praktika. „Wie es halt die Zeit im Haus zuhause zuließ“, berichtet der 60-Jährige. Nach wie vor ist der Hotelier und Landwirt – er betreibt „nebenbei“ die als Biobetrieb zertifizierte Landwirtschaft der Familie mit 30 Hektar Grünland und Rindern – mit seinem eingeschlagenen Berufsweg glücklich. „Es ist nicht ein Tag wie der andere“, sagt er. Auch jeder Gast sei anders. „Man hat immer mit neuen Menschen zu tun, das macht die Sache so interessant.“ Gerne berät er zum Beispiel seine Gäste, die zum Wandern und Radfahren gekommen sind, bei der Routenwahl. „So rastet man nicht in irgendeinem alten Schema ein, das hält jung.“ Ähnlich wie die Auszubildenden, die alle drei bis vier Jahre wechseln und heute sogar aus Bangladesch und Vietnam kommen. „Da stellt man sich immer wieder neuen Herausforderungen.“

Irgendwie war das Vererbung

Christian Gerlach

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