Bei einer Wanderung auf dem Baiersbronner Seensteig bietet sich eine Rast am Buhlbachsee an.

Geballte Natur auf 91 Kilometern

Der Baiersbronner Seensteig im Nordschwarzwald wurde vom Deutschen Wanderverband zu einem der schönsten Wanderwege Deutschlands gekürt.

Auf 91 Kilometern, verteilt auf fünf Etappen, erleben Wanderer auf dem Seensteig rund um die Gemarkung Baiersbronn die facettenreiche Natur des Nordschwarzwalds von kultiviert bis ursprünglich wild. Von See zu See führt der Weg mitten hinein in den Nationalpark Schwarzwald. Der Seensteig führt entlang sieben sagenumwobener Karseen, vorbei an mystischen Wasserfällen, durch sanfte Talauen und über skandinavisch anmutende Grindenhochflächen, durchquert Moore und den ältesten Bannwald Deutschlands bis hin zu grandiosen Aussichtspunkten über den Schwarzwald und die Rheinebene. Vom Mischwald bei knapp 450 m ü.M. bis zum Gipfel der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwaldes mit 1.163 m ü.M. präsentiert sich die natürliche Vielfalt und Einzigartigkeit. Damit zählt der Qualitätsweg Seensteig zu einer der spannendsten Touren im Baiersbronner Wanderhimmel und ist zu Recht einer der schönsten Mehr-Etappenwege im Schwarzwald.

Etappen

1. ETAPPE Einen Auftakt nach Maß bietet die erste Etappe des Seensteigs. Der Start liegt ideal erreichbar am Wander-Informationszentrum am Bahnhof Baiersbronn. Von dort aus folgt man dem Bachverlauf des Sankenbach vorbei am idyllisch gelegenen Wildgehege auf breiten Schotterwegen aufwärts in Richtung des ersten Karsees, dem tiefgrünen Sankenbachsee. Danach wartet der erste Aufstieg an der steilen Karwand vorbei am beeindruckenden Sankenbachwasserfall der beinahe alpin wirkt. Auf über 900 m ü .N., dem höchsten Punkt der ersten Etappe, erreicht man den Ellbachseeblick, eine barrierefreie Aussichtplattform mit atemberaubendem Blick über den Ellbachsee und das Ellbachtal. Auf einem steilen Pfad steigt man nach dem Ausblick hinab zum See um die erste Etappe im Baiersbronner Ortsteil Mitteltal zu beenden.

2. ETAPPE Die zweite Etappe ist geprägt von einem wahren Baummikado und einem herrlichen Vogesenpanorama. Von Mitteltal führt der Seensteig auf die Höhen der beliebten Schwarzwaldhochstraße und direkt hinein in die Sturmflächen des Orkans Lothar von 1999. An der Zuflucht, einer alten Passstation an der ehemaligen badisch-württembergischen Grenze, geht der Weg wieder abwärts durch den Nationalpark zum nächsten Karsee, dem Buhlbachsee. Bis zum Etappenende am Schliffkopf wird der Wanderer von wilder Natur und Ausblicken bis in die Rheinebene belohnt. Wer noch Zeit für eine kleine Extrarunde hat kann am Lotharpfad die natürliche Entwicklung des Waldes nach dem Orkan Lothar beobachten.

3. ETAPPE Die dritte Etappe startet wie die vorherige geendet hat. Bei gutem Wetter erhascht man immer wieder traumhafte Blicke bis in die benachbarten Vogesen entlang des Westweges. Vorbei am Nationalparkzentrum am Ruhestein wartet ein Highlight nach dem anderen wie dem Wildseeblick im Bannwald und dem Eutinggrab. Von hier aus zeigt sich die Natur in schier unendlicher Weite und lädt zu einer Verschnaufpause ein. Der Seensteig verläuft nun oberhalb der Schwarzwaldhochstraße vorbei an der Darmstädter Hütte über einen naturbelassenen Pfad, der seines gleichen sucht bis zum Etappenziel, dem bei Touristen aus aller Welt beliebten Mummelsee.

Der Seensteig führt auch zum Naturlehrpfad Lotharpfad in Baiersbronn.

4. ETAPPE Am vierten Tag heißt es nochmals Luft holen und genießen vor der abschließenden Krönung. Vom sagenumwobenen Mummelsee führt der Weg hoch auf die Hornisgrinde, vorbei am Dreifürstenstein, dem höchsten Punkt Württembergs mit 1153 m, und weiter über naturbelassene Pfade zum Dibaukopf, vorbei am bereits verlandeten Blindsee bis hin zum Schurmseeblick und dem Schurmsee bis hinunter nach Schönmünzach.

5. ETAPPE Dort startet dann die Königsetappe des Seensteigs als fünfte und letzte Etappe. Mit dem Huzenbachersee wartet hier auch der letzte mystische Karsee auf die Wanderer der nach einem steilen Anstieg vom Huzenbacherseeblick aus in seiner vollen Pracht betrachtet werden kann. Auf dem folgenden Abstieg ins Tonbachtal bieten zahlreiche Schutzhütten einen Rastplatz entlang der herrlichen Pfade. Entlang des Panoramawegs rund um den Rinkenberg lässt sich der Seensteig ideal ausklingen bis man den Ausgangspunkt und somit das Ziel am Wander-Informationszentrum wieder erreicht.
Da alle Etappenorte leicht mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind, kann man die Etappen auch unabhängig voneinander ablaufen oder jeden Abend in seine Unterkunft zurückkehren. Zum Beispiel ins Flair Hotel Sonnenhof, in dem Annette Heide und ihr Team die Gäste begrüßen. „Was Genießer freuen wird: Baiersbronn ist auch eine international anerkannte Gourmet-Hochburg“, macht die Hotelchefin Lust auf mehr.

Baiersbronner Wanderhimmel

Die Nationalparkgemeinde Baiersbronn im Schwarzwald ist die größte Tourismusgemeinde Baden-Württembergs. Über 80 Prozent des Gebiets ist bewaldet, wovon sich der Claim „Mehr Schwarzwald gibt´s nirgends!“ ableitet. Ein Paradies für Wanderfreunde. Hinter dem Markennamen Baiersbronner Wanderhimmel verbirgt sich ein umfassendes Wander-Serviceangebot sowie ein über 550 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz mit benutzerfreundlicher Beschilderung, idyllisch gestalteten Rastplätzen, bemerkenswerten Aussichtspunkten und Naturattraktionen.

Zu diesen zählen der älteste Bannwald Baden-Württembergs, die skandinavisch anmutenden Grindenflächen, das Hochmoor und die eiszeitlichen Karseen. Letztere verbindet der 90 Kilometer lange Baiersbronner Seensteig, der als Glanzpunkt im Wegenetz des Baiersbronner Wanderhimmels gilt und den wir hier näher vorstellen. Der Qualitätsweg zählt zu den schönsten Routen im Wanderhimmel. Der 20 Kilometer längere Premiumweg Murgleiter gilt sogar als einer der besten Wanderwege Deutschlands. Beide Touren zeichnen sich durch einen hohen Anteil an naturbelassenen Pfaden in abwechslungsreichem Gebiet aus.

Das gilt auch für vier Genießerpfade zu den gemütlichsten Wanderhütten im Baiersbronner Wanderhimmel. Alle vier Touren wurden vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwege ausgezeichnet. Hinzu kommen noch die Himmelswege – neun thematische Rundwanderwege auf landschaftlich besonders attraktiven Strecken – und ein umfangreiches Angebot an geführten Wanderungen, zum Teil mit kulinarischem Schwerpunkt. Auch beim Familienangebot spielt Wandern eine große Rolle. Sieben Erlebnispfade entführen in die Geschichte und Sagenwelt Baiersbronns. Zwei Lehrpfade vermitteln die verheerende Kraft eines Orkans und bringen spielerisch den Rohstoff Holz näher. Mit viel Spaß, zum Beispiel auch bei einer GPS-Schatzsuche, erobern die Kinder den Baiersbronner Wanderhimmel.

Wer Baiersbronn auf zwei Rädern erfahren möchte findet sich seit dem Sommer 2016 ebenfalls im Wanderhimmel wieder mit elf Touren auf 400 Kilometern und mit bis zu 30 Prozent Singletrails. Die ausgewiesenen Touren sind zwischen 13 und 81 Kilometer lang und bieten Abwechslung für Familie, Einsteiger und erfahrene Mountainbiker.

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